Aus Tuomela ist ein Ziel für den Schultourismus geworden

Nachdem die Schule eine vollständige Renovierung erlebt hat, bläst ein neuer Wind zum Lernen, den man sogar aus anderen Kontinenten bestaunen kommt.

 

HÄMEENLINNA

AP Sarjanto

 

Gleich in der Eingangshalle wird klar, dass sich etwas geändert hat. Die Schuhe der Schüler sind in den Regalen ordentlich aufgereiht. Diese Handhabung ist von kleinen Schulen bekannt, aber seltener in der Grösse von Lehrstätten wie Toumela.

– Es kommt kein Schlamm wie kein Matsch rein, so können die Reinigungskräfte sich auf das Staubwischen konzentrieren, erklärt Rektor Arto Nykänen der Hämmenlinna Gesamtschule.

– Früher waren die Treppen voll mit Feinstaub, der überallhin kam.

Im obersten Stockwerk ist aus dem kalten ”Taubendachboden” ein mit allen Leckereien eingerichteter Raum für den Kunst- und Textilunterricht geworden.

Die 50’er Jahre Treppen sind zum grössten Teil das einzige Element, was vom alten Inneren der Schule übrig geblieben ist. Anstelle des unten gelegenen Schwimmbeckens, gibt es einen mit Spiegel ausgestatteten Aktivitätenbereich, im Kellerstockwerk gibt es einen auch für Vorlesungen und Vorstellungen geeigneten Multifunktionssaal, aus dem kalten ”Taubendachboden”, ist eine mit allen Leckerbissen eingerichtete Kunst- und Textilklasse geworden, und der Schulbesuch findet anstelle in der herkömmlichen Klasse in grossen Lernumgebungen statt, in denen die Schüler sich frei zwischen Sofagruppen, Trennwänden und Gemeinschaftstischen bewegen können.

– Immerhin war dies ein verwunderliches Thema für viele, schmunzelt Nykänen.

– Aus Tuomela ist ein Schultourismus Ziel entstanden, welchen man sogar von Australien kommend besucht. In der grössten Besuchergruppe waren wohl an die 100 Lehrer.

 

Die Hütte ist ein Ort der Begegnung, in der Schüler und Lehrer vor dem Beginn des Schulunterrichts sich versammeln. Das Beispiel des Heimatnests haben wir aus Dänemark.

Einer der neuesten Innovationen der Schule ist in dem grossen Lernambiente, eine auf Rädern bewegliche ”Hütte”, also Heimatnest, wo Schüler und Lehrer sich morgens auf die täglichen Herausforderungen einstimmen.

– Vergleichbares gibt sonst nirgends in Finnland. Das Muster haben wir aus Dänemark, wo das Möbelstück jedoch mit dem Boden verschraubt war.

– In die Hütte kommt man um Menschen zu treffen, und interaktive Fähigkeiten zu erlernen. Dort wird diskutiert und nach Neuigkeiten sich erkundigt, um danach gemeinsam den geplanten Tag zu verwirklichen.

Die grosse Lernatmosphäre in der Tuomela Schule ist einzigartig in Finnland. Wie bleibt die Ordnung bestehen, wenn die Schüler sich frei in den grossen Klassenräumen bewegen können?

– Ein Problem der Schulen war, das die Gruppen nicht heterogen sind. Schüler sind Individuen, welche verschiedene Lernstile und -geschwindigkeiten haben, erläutert die stellvertretende Rektorin Johanna Hyytiä.

– Der Schlüssel zu dieser Problematik ist Gemeinschaftsunterricht, in dem z. B. alle dritten Klassen zusammen in der gleichen Lernumgebungen sind. In so einer Situation können die Lehrer untereinander die Schüler trennen, auf in verschiedener Weise arbeitenden Gruppen.

Stellvertretende Rektorin Johanna Hyytiä und Rektor Arto Nykänen sind stolz und glücklich über die neuen Räumlichkeiten von Tuomela. Das Duo dankt auch den Schülern und deren Eltern wie den Stadtbewohnern für die positive Einstellung unter dem Druck in der Zeit der Evakuation.

Laut Hyytiä waren die Erfahrungen gut. Auf die Bedürfnisse der Schüler konnte gut eingegangen werden, und der gemeinschaftliche Plan und die Anordnung der Räumlichkeiten bringt Arbeitsfrieden.

– Dass man Sachen auf verschiedene Weisen lehren kann, fördert auch die Arbeitsfähigkeit der Lehrer.

Im Gemeinschaftsunterricht können sie ihre Stärken nutzen und auf der anderen Seite können sie in herausfordernden Situationen miteinander agieren.

Es war schön zu festzustellen, wie das Verfolgen der Arbeitsweise anderer Lehrer, die Kompetenz und Qualität des Unterrichts steigert.

Im früheren optimierten Haus lernen jetzt in der Regel die Erst- bis Fünfklässler, selbst wenn einige Räumlichkeiten auch von den älteren Jahrgängen benutzt werden. Die Sekundarschüler sind momentan fleissig beim Unterricht in Baucontainern, da im HYK (Hämmenlinna Gesamtschule) Gebäude eine Baukontrolle im Gange ist. Das Schulgebäude ist im gleichen Renovierungszustand wie Tuomela vor der Sanierung.

– Hoffentlich erhalten wir so bald als möglich die Entscheidung, ob der Bau saniert oder abgerissen werden muss, bedenkt Nykänen

Planungsgeld vom nächstjährigen Haushalt der Stadt ist angefragt, womit viele unterschiedliche Entscheidungsarbeiten ausgeführt werden müssen.

 

Das Leben in Evakuation geht also noch lange in Hätilä weiter und es war schon für Schüler wie Lehrer eine Gewöhnung an die Adaption des Umstandes.

– Viele verstehen sicher nicht, von welch einem langen Prozess hier die Frage ist, als es im Jahre 2013 begann und noch weiter geht, erklärt Hyytiä.

– Inmitten all dieser Änderung hat die Kundenzufriedenheit, wie die Zufriedenheit am Arbeitsplatz zugenommen. Die Menschen waren in positiver Stimmung, was die Tatsache erklärt, dass wir auf den richtigen Weg sind

 

Tuuka Haapa-aho hat am Dienstagmorgen in einer der Hauswirtschaftsräume der Tuomela Schule gekocht.

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