Lehrer schlüpfen in die Rolle der Tanzkünstler

Marjuska Santala, Anne Haaranen, Heidi Wasko, Kati Mäkelä und Hanna Häyrynen proben das Stück Käyntikortti – ”Visitenkarte” im Tanzsaal der Sibelius-Akademie. BILD: Terho Aalto

 

  • Das Werk ”Käyntikortti” (Visitenkarte) verkörpert Persönlichkeit und den Geist der Zeit

  • Choreografin Hanna Brotherus verschmolz teilweise in der Arbeitsgruppe

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Ursula Ryynänen

Hämeenlinna

Was haben Lehrer von Ballett, zeitgenössischen Tanz, Flamenco, lateinamerikanischen Tanz, Volkstanz und afrikanischen Tanz gemeinsam?

Neben all den offensichtlichen Antworten, liegt die Tatsache nahe, dass sie nur selten im Rampenlicht zu sehen sind.

– Wir kennen uns schon seit Ewigkeiten, aber wir saßen meist nur gemeinsam in den Vereinssitzungen. Es ist schön den Anderen durch Tanz kennenzulernen, erzählt Hanna Häyrynen.

FÜNF Mitglieder des Vereins, Professionelle Tänzer der Region Hämeenlinna, proben die Präsentation, deren Premiere nächste Woche sein wird. Die Produktion wurde durch einen Zuschuss der Künstlerförderung ermöglicht.

Die Choreografie fragte die Gruppe von der in Helsinki lebenden Hanna Brotherus, deren Werke unter anderem am Finnischen Nationaltheater und im Helsinki Stadttheater aufgeführt wurden. Brotherus hat sich auf Choreografien für unterschiedliche Gruppen und Gruppen allen Alters spezialisiert.

ZUM HÄMEENLINNA QUINTETT gehören neben Häyrynen, zusätzlich Anna Haaranen, Kati Mäkelä, Marjuska Santala und Heidi Wasko. Brotherus kam nicht mit fertigen Schrittfolgen zu den ersten Proben, sondern hat den Tanzlehrerinnen Voraufgaben geschickt.

– Diese waren sehr persönlich, erklärt Wasko.

Santala unterrichtet zusätzlich zum Volkstanz, Gesang.

– Der erste eigene Gedanke war, dass wir eine typischen Tanzgeschichte erstellen, demnach habe ich die Gesangslehrerin abgelegt. Dann hat Hanna mich erinnert, dass ich das wichtigste vergessen habe, meine Stimme.

DA alle Mitglieder der GRUPPE ihr eigenes Spezialgebiet haben, sieht man es auch am Endergebnis. Das Thema Visitenkarte war zu Anfang nur eine pure Laune, aber wir beschlossen daran festzuhalten, da es viel über diese Zeit erzählt.

– Du solltest in der Lage sein in zwei Minuten ein Bild über dich zu erzählen, summiert Santala.

Neben Solo- und Gruppentänzen besteht Visitenkarte aus Sprache, Gesang und Musik. Rhythmus geben auch Kastagnetten, das Klappern von Schuhen und Bodypercussion.

Das Werk war ein gemeinsamer Prozess der Choreografin und der Tänzerinnen.

Hanna gab uns nur Happen, überließ uns aber die Hauptverantwortung, erwähnt Wasko.

DIE insgesamt ca. 20 Minuten DAUERNDE Käyntikortti” – Visitenkarte ist so aufgebaut, dass das Stück einfach zu verschiedenen Aufführungsorten umzulegen ist. Teile davon sieht man auf dem Marktplatz am 13. Dezember, beim traditionellen ”Tanzenden Adventskalender” des Vereins.

Im Programm der Erstaufführung plant man außer dem Auftritt der Sibelius-Akademie Schüler

auch einen gemeinschaftlichen Moment mit dem Publikum zusammen.

– Im Stück werden keine klaren Gefühle wie Freude und Ärger ausgedrückt, sondern man kann es aus diversen Perspektiven betrachten. Es wäre schön zu hören, wie die Menschen es wahrnehmen, sagt Häyrynen.

Es ist schön sich gegenseitig durch Tanz kennenzulernen, erzählt Hanna Häyrynen.

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Erstaufführung

=> Käyntikortti (Visitenkarte) Donnerstag den 01.12. um 19.00 Uhr auf der Verstas-Bühne des Hämeenlinna Theaters.

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WAS IST?

Käyntikortti (Visitenkarte)

  • Ein Produktion des Vereins, Professionelle Tänzer der Region Hämeenlinna, für fünf Tänzerinnen

  • Tänzerinnen: Anna Haaranen, Hanna Häyrynen, Kati Mäkelä, Marjuska Santala und Heidi Wasko

  • Koreografi: Hanna Brotherus und Tänzerinnen

  • Eine Zuammenarbeit der Künstlerförderung, Hämeenlinna Sibelius-Akademie und des Mittel-Finnland regionalem Tanzzentrums

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