Die Zuckersteuer muss schnell nach Finnland

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ECK-Bericht

Saila Karpiola

@hameensanomat.fi

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Zucker war mit unterschiedlichen Erfolg Bestandteil in der finnischen Ernährung seit 200 Jahren.

Noch vor 100 Jahren ass jeder Finne knapp drei Gramm Zucker am Tag, aber jetzt essen wir über 90 Gramm Zucker jeden Tag.

Wir gehören zu den ersten zehn Ländern der Welt, die süssigkeitsbesessen sind. Der Verzehr von Süssigkeiten in Finnland ist auf dem Level der Nordischen Länder, ca. 13 Kilo jährlich.

Die zu Anfang des Jahres 2011 in Kraft getretene Süsswarensteuer hat unsere Lust ein bisschen gezügelt, aber was gescheht jetzt mit uns, wenn zum Jahreswechsel die Süsswarensteuer wegfällt?

Wenn anstelle der Süsswarensteuer nicht bald die viel diskutierte Zuckersteuer kommt, essen wir uns noch kränker als wir jetzt schon sind.

 

WENN ALLES nach Plan gegangen wäre, hätte ich am Samstag die neue Schokoladenwelt von Fazer kennengelernt, die eine Busladung voll von Menschen aus Hämeenlinna erkundet hat.

Als Schokoladen begeisternder Mensch zeigte ich eine überraschende Charakterstärke und sagte die Reise ab. Da Diabetes Typ 2

erkrankt und übergewichtigt, ist mein Platz nicht im Schokoladenwunderland.

Den gleichen Kampf darf ich fast jeden Tag zwischen den weihnachtlichen Schokoladenbergen der Geschäfte durchleben. Es wäre wunderbar, wenn mitunter ein Tag kommen würde, indem die Köstlichkeiten komplett in einen eigenen Bereich umgelegt würden.

Darüber zu träumen, lohnt sich nicht. Geschäft geht immer vor, selbst vor der Volksgesundheit.

 

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Wenn man die ganze Zeit ”Fazerin sinistä” (”Fazer” Blaue Schokolade) in der Backe hat, schmeckt selbst die irgendwann nach Holz.

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ICH BIN SICHER das die Zuckersteuer den Verbraucher in Richtung einer gesünderen Konsumgewohnheit steuert. Übergewichtigkeit,

Diabetes Typ 2 und Herz- und Kreislauferkrankungen sind jetzt eine Plage in allen westlichen Ländern.

Die Süsswarensteuer ist eine Warensteuer die sich nur auf Süssigkeiten, Eis und Erfrischungsgetränke erstreckt. Die Zuckersteuer sollte alle

Produkte erreichen, denen Zucker zugefügt ist. Zucker ist ein gefährliches Lebensmittel für die Gesundheit, und so sollte sie auch besteuert

werden.

Ohne Grund sollten wir nicht einfach die Zuckersteuer einführen.

Auf Gesundheitsgründen basierend, gibt es unter anderem die Zuckersteuer in Ungarn und vergleichbare Steuern in Dänemark und

Norwegen. Auch in Mexiko kennt man eine Delikatessensteuer.

 

ALS ICH Kind gewesen bin, waren Schokolade und Bonbons eine seltene Leckerei. Ich erinnere mich immer noch an den Geschmack des

Gummibärchens für ein paar Pfennig, und Lola war der edelste Schokoriegel.

Machen wir aus Schlemmen wieder ein Fest. Schokolade gehört nicht in jeden Tag.

Wenn man die ganze Zeit ”Fazerin sinistä” (”Fazer” Blaue Schokolade) in der Backe hat, schmeckt selbst die irgendwann nach Holz.

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