Frostiges Abenteuer / Zum Polarmeer Fahrrad fahrend

Pappilanniemen päiväkodin metsäeskareiden hymy ei hyydy miinus 20 asteessa. Torstaina ryhmä pyöräili Sami Hulkkosen opastuksella. KUVA: Toni Rasinkangas

Bei den Waldvorschülern des Pappilanniemi Kindergartens ist das Lachen bei minus 20 Grad nicht erstarrt. Am Donnerstag ist die Gruppe unter der Leitung von Sami Hulkko geradelt. BILD: Toni Rasinkangas

 

  • Immer mehr Schüler werden im Winter zur Schule gefahren. Die ”Wald”-Vorschüler vom Pappilanniemi Kindergarten wiederum bewegen sich im Halbjahr 1200 Kilometer per Fahrrad, zu Fuss und auf Skiern.
Metsälintujen eskariryhmän Onni Lepistöllä ei vilu iskenyt torstaina Aulangontiellä, vaikka pakkanen paukkui. Mittarissa oli miinus 20 astetta. Kuva: Toni Rasinkangas

Onni Lepistö der Vorschulgruppe ”Waldvögel” ist am Donnerstag auf der Aulankostrasse nicht kalt geworden, auch wenn der Frost klirrte. Auf dem Thermometer waren minus 20 Grad Celsius. BILD: Toni Rasinkangas

 

 

Toni Rasinkangas

Hattula

 

Die vereisten Bäume klirren im Winterfrost von Pekola. Minus 20 Grad Celsius lassen trotzdem nicht die in Fahrt liegende Fahrradschlange am Donnerstagmorgen erstarren.

Es ist vom Pappilanniemi Kindergarten, die ”Wald”-Vorschulgruppe ”Waldvögel” unterwegs, die ein vertrauter Anblick auf der Aulankostrasse sind.

– Während des Halbjahres bewegen wir uns 1200 Kilometer zu Fuss, per Fahrrad und auf Skiern, erzählt Vorschullehrer, der Gruppe, Esa Mattila.

Mit der im Herbst und Frühling zusammenkommenden Kilometeranzahl könnte man in das in Nordnorwegen am Polarmeer gelegen Karlebot kommen – zumindest per Vogelfluglinie.

 

WALD”-VORSCHÜLER BEWEGEN SICH vorbildlich viel IM FREIEN.

– Es ist in mehreren Studien belegt, das Radfahren für Kinder eine intensivere Form der Fortbewegung ist als zu Fuss, erklärt Jouni Kallio, Forscher der Förderung des Sport- und öffentlichen Gesundheitswesens (”LIKES” – Liikunnan ja kansanterveyden edistämissäätiö).

In der von ”LIKESerarbeiteten Studie zur Mobilen-Schule zeigt, dass immer mehr Schüler mit dem Auto zur Schule gebracht werden und somit gehen zugleich die Vorteile der körperlichen Betätigung des Schulweges verloren.

Laut Kallio ist die Entfernung der grösste Erklärungsfaktor zur Art, wie der Schulweg getätigt wird.

Sogar 97 Prozent der Grundschüler gehen mit dem Fahrrad oder zu Fuss, einen unter einem Kilometer langen Schulweg, aber über fünf Kilometer, ist es nur noch jeder sechster.

Trotzdem sind die Unterschiede zwischen den Schulen gross.

In einige Schulen wird die Strecke genauso aktiv im Winter als auch in der Zeit des nicht gefrorenen Bodens unternommen. In anderen wiederum verschiebt es sich, dass sogar über die Hälfte der Schüler im Winter per Auto gebracht werden.

– In der Woche macht das 10 Strecken. Das ist im Halbjahr eine signifikante Scheibe weniger von der körperlichen Betätigung des Schulweges.

 

DIE AKTIVITÄT SINKT NICHT bemerkenswert zwischen den Grund- und Sekundarschulen. Eine radikale Veränderung betrifft die in die neunte Klasse kommenden Schüler.

– Vermutlich ist der Mopedführerschein der Grund.

In einigen Sekundarschulen geht die Passivität auch zwischen den Unterrichtsstunden weiter, denn es muss in der Pause nicht raus gegangen werden.

– Sitzen sammelt sich viel über den Tag hinweg an. Dies ermuntert nicht gerade die Schüler.

”Schulweg-Sport” und Outdoorsport verbessern nicht alleine die Kondition.

– Die vor den drinnen gehaltenen Unterrichtsstunden vorherige Outdoor-Aktivität hilft den Vorschülern sich für mehrere Stunden konzentrieren zu können, erklärt der ”Wald”-Vorschüler Lehrer Mattila.

In den ”Wald”-Vorschulen wurde die Outdooraktivität teils als alternatives Lernen integriert, indem morgens im Gelände gelernt wird.

– Wie man was als Kind gelernt hat, davon profitiert man auch als Erwachsener.

 

LAUT KALLIO gibt es bis jetzt jedoch noch keinen Grund zur Sorge. Finnische Schüler gehen ihren Schulweg hauptsächlich zu Fuss und per Rad, wenn der Weg zumutbar, und nach Meinung der Eltern, die Strecke sicher ist.

Zusätzlich gehört Finnland im internationalen Vergleich der Schulwegteilnehmer zu den führenden Ländern.

– Eine sichere Kultur ist Finnlands Stärke, Kinder traut man sich alleine den Schulweg gehen, zu lassen.

An der Untersuchung von ”LIKEShaben 45 Schulen und 5.000 Schüler aus ganz Finnland teilgenommen.

– Überraschend ist, das Oulu (Stadt im nördlichen Finnland) im Winter aktiver ist als Südfinnland. In Oulu wurde in den Winterdienst der Fussgänger- in Fahrradwege investiert. HÄSA

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