Sonntagsschicht ist am gefragtesten, wenn die Zuschläge nicht gekürzt werden

  • Über die Sonntagszuschläge im Gastgewerbe wird wieder diskutiert.
  • PAM* schrie auf, über die Idee von Jan Vapaavouri und Timo Lappi zur Abschaffung der Feiertagszuschläge.
  • Urpo Nurmiranta, ein Restaurantbetreiber aus Hämeenlinna würde eher einen Kompromiss machen.

* PAM – Palvelualojen ammattiliito (Dienstleistung Gewerkschaft)

 

Toni Rasinkangas

Hämeenlinna

 

PAMs Treuhandmanagerin Jaana Ylitalo ist geschockt über den Gedanken, dass der Sonntagzuschlag abgeschafft werden soll, damit die Restaurants mehr rentabel wären, auch feiertags geöffnet zu sein.

– Das Gastgewerbe ist eine arbeitskräfteintensive Branche, diese Tatsache kann nicht durch Kürzung des Gehalts geändert werden. Nach Ansicht von PAM wird die Anzahl der Gäste in den Restaurants sich nicht durch die Abschaffung der Sonntagszuschläge erhöhen, sagt Jaana Ylitalo verärgert.

 

DER RESTAURANTBETREIBER, Urpo Nurmiranta, der sonntags geöffneten Hällä-Kneipe ist nicht für die Einstellung der Sonntagszuschläge.

Er schätzt, dass das Interesse der Arbeitnehmer, zu den jetzt gefragten Arbeitsschichten, schwinden würde. Im Gastgewerbe bekommt man das Grundgehalt von montags bis samstags.

Wenn die Leistung abgeschafft wird, hätten die Angestellten sicher Besseres an Feiertagen zu tun, als mit normalen Grundgehalt zu arbeiten.

Auf gleicher Linie ist die Geschäftsführerin Outi Mertamo von Resta Invest oy die den Fresno American Dinerleitet.

– Am leichtesten sind Arbeitskräfte für die Sonntagsschicht zu finden. Wenn der Zuschlag wegfallen würde, könnte man dies mit einer Erhöhung der Stundenlöhne kompensieren, schätzt sie.

Urpo Nurmiranta würde als Option eine Art Kompromiss sehen.

– Aus eigener Sicht als Unternehmer wäre ich zufrieden, wenn das doppelte Sonntagsgehalt verringert würde. Anstatt die zulässigen Bonuse abzuschaffen, könnte das ”Sonntagszuckerl” sogar 50 prozentig sein.

 

DIE ABSCHAFFUNG des Sonntagzuschlages haben der Bürgermeister von Helsinki, Jan Vapaavuori, wie der Tourismus- und Gastgewerbe Geschäftsführer, Timo Lappi, vorgestellt.

Laut ihnen schwächt die Entschädigung Helsinkis Anziehungskraft.

Nach Meinung von Jaana Ylitalo geht es in der Forderung nur darum die Kosten der Arbeitgeber zu reduzieren und den Gewinn zu erhöhen und das auf Kosten der Arbeitnehmer.

Outi Mertamo schätzt, dass viele kleine Kaffees dann die Möglichkeit hätten, feiertags die Türen geöffnet zu haben, wenn der Sonntagszuschlag nicht wäre.

– Ja das würde das Stadtzentrum von Hämeenlinna beleben, jetzt ist es nicht sehr lebhaft. Offene Restaurants und Kaffees würde die Menschen bewegen. Aber wir gehen trotzdem mit dem Tarifvertrag, der von der Gewerkschaft entschieden worden ist.

 

JAANA YLITALO von PAM glaubt, dass der Verbraucherpreis der Produkte höchstwahrscheinlich genau gleich bleibt, unabhängig von der Sonntagsvergütung.

– Die Minderung der Arbeitnehmer Tarifverträge löst nicht die Herausforderung der Öffnungszeiten oder den Mangel an Arbeitskräften in der Branche.

Sie weisst darauf hin, dass viele Finnen auch sonntags im Restaurant essen.

– In den üblichen, für jedermanns Geldbörse geeigneten Restaurants, geht man jetzt schon an jedem Tag der Woche in ganz Finnland.

Jaana Ylitalo erinnert, dass der Mangel an Arbeitskräften im Restaurantfach, nicht die Rentabilität durch Mindern der Arbeitnehmer Tarifverträge ersetzt, mit der Abschaffung der Sonntagsvergütung.

– In Hinblick auf qualitativ hochwertigen Service ist ein sehr fähiger Mitarbeiter und ein fairer Lohn, findet Jaana Ylitalo. HÄSA

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